Vorläufige Spielplan Bundesliga 2019 Herbst

Das Demolition Darts-Imperium schlägt zurück

Es war ein bemerkenswertes Bundesliga-Finale, das am 10. August in der Stadthalle von Troisdorf stattfand. Die Top Ten der fünf Bundesliga-Divisionen Bayern, Hessen, NRW, Südwest und West kürten bei der 15. Auflage als the very best Demolition Darts Paderborn. Der Durchmesser des Niveaus drängt sich zusehends Richtung Zentrum zusammen, wodurch sich immer mehr Energie auf engerem Raum konzentriert, die sich in sportlichen Leistungen potenziert und einen ereignisreichen Horizont entstehen lässt.

So sehen Sieger aus: Sire Hardy
Wolfgang Pütz lenkt, Maik Langendorf denkt
Die Bühne, die Las Vegas bedeutet
Assiette à dessert
Dart Haie Team-Captain Holger Kurz
Kennst Du den ...
Black Pub auf fünf ...
... wie auch der Neudorfer DC Duisburg
Ich mache es kurz: Es ist schwierig, bescheiden zu sein, wenn man so großartig ist wie ich.
Camel Fighter Hagen ...
... und Datterode All Stars gemeinsam auf Rang sieben
Was war denn das für eine Frage, Herr Pütz?
Kevin Münch lässt sich beim Small Talk nicht abschütteln
Bundesliga Finalstimmung 2019
Was, wir haben gar nicht verloren ....?
1. DC Doberman Kassel ...
... und das Team Dinslaken belegen zusammen Platz neun
Demos
Mac Leods
Neckarbomber
Großfamilie Demolition Darts und Dart Haie gemeinsam für Deutschland beim Worldcup 2020 i

In den insgesamt zwanzig Partien der beiden Vorrunden vermochte kein Team ein anderes „white washed“ bloßzustellen. Nur zweimal kam es zu einem souveränen 6:1 Erfolg. Achtmal endeten die Partien 5:2. Einerseits! Anderseits dominierte zehnmal das Resultat 4:3, ergo in 50 Prozent aller Begegnungen.

Geballte Power

Ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Spitzenteams enger zusammengerückt sind, dass mehr sportlicher Zündstoff vorherrscht, dass das Niveau insgesamt gestiegen ist und dass sich potentiell mehr Verlaufsmöglichkeiten innerhalb eines Turniers ergeben können. Das bedeutet nicht automatisch, dass jeder jeden schlagen kann, gleichwohl allerdings, dass die sich die Leistungsabstände erheblich im Laufe der Jahre reduziert haben und alle Teams, inklusive der Tops, stets auf der Hut sein müssen. Siege müssen sich erkämpft, sogar regelrecht erarbeitet werden. Die Zeit der Geschenke ist vorbei.

Auf der einen Seite hat nur ein Team alle Matches in der Vorrunde verloren, auf der anderen lediglich eine Mannschaft alle Begegnungen gewinnen können. Namentlich reicht die Spannweite vom 1. DC Doberman bis zu den Mac Leods Dettelbach. Veranschaulicht hier durch die knappe 3:4 Niederlage der Kasselaner gegen Camel Fighter Hagen, dem Vorjahresdritten, die mit vielen vergebenen Matchdarts verbunden war, dort durch die vier Siege der Unterfranken.

Einschätzungen

Doberman Jürgen Hartung fasst zusammen: „Wir können durchaus mithalten und müssen uns nicht schämen, zumal wir auch des Öfteren Pech hatten!“ Der Team-Captain der Dart Haie Nidderau Holger Kurz sieht es differenzierter: „Es ist nicht gerecht, dass sich sowohl aus der Division Hessen als auch Südwest die gleiche Anzahl von Teams für das Bundesliga-Finale empfehlen können. Im Südwesten ist das Niveau wesentlich höher, also müssten sich mehr Mannschaften aus dieser Region qualifizieren!“

Ohne Verluste durch die Vorrunde Mac Leods

Mit den Mac Leods ist indes nur eine einzige Crew in der Lage gewesen, die Vorrunde ohne Verluste zu bestreiten, sie gewann all ihre vier Partien, allerdings dreimal sehr knapp 4:3 gegen Dart Haie, Camel Fighter und Neudorfer DC Duisburg sowie einmal 5:2 gegen Doberman.

Neben den Mac Leods mit zwölf Punkten enterten noch mit neun Zählern EVO Neckarbomber Stuttgart, Demolition Darts Paderborn und die Dart Haie die Halbfinals. Als Gruppenerste kamen Mac Leods und Neckarbomber weiter, als Gruppenzweite Dart Haie und Demolition Darts, wobei sich der Unterschied zwischen Neckarbomber und Demolition Darts als Erster und Zweiter der Gruppe A erst in den Legs bemerkbar machte: 46:43 beziehungsweise 49:51, daraus ergibt sich ein Plus von fünf Zählern für Neckarbomber.

Vorrunden Tabellen


Neckarbomber vs. Dart Haie

Das Halbfinale zwischen Neckarbomber und Dart Haie endete 1:4. Für die Dart Haie punkteten El Abbas El Amri mit 4:2 über Sascha Stein, Nico Kurz mit 4:3 über Kai Gotthardt, El Abbas El Amri/Nico Kurz mit 3:1 über Marko Puls/Robin Schulz sowie Stephan Wusch mit 4:1 über Robin Schulz, wobei Stephan Wuschs vierter Matchdarts die Entscheidung zum 4:1 Gesamtsieg herbeiführte.

Mac Leods vs. Demolition Darts

Auf der anderen Seite zeigte sich Demolition Darts den Mac Leods in allen Belangen überlegen. Kevin Münch besiegte Sascha Schneider 4:2, Martin Rümpker behauptete sich 4:3 gegen Daniel Schneider, Maik Langendorf/Christian Soethe schlugen sich souverän mit 3:0 gegen Sascha Schneider/Daniel Schneider durch und schließlich gewannen Kevin Münch/Martin Rümpker gegen Marko Puls/Robin Schneider 3:2. Endstand 4:0!

Darts Haie vs. Demolition Darts

Daraus formte sich das Endspiel Dart Haie versus Demolition Darts, eine finale Neuauflage der beiden letzten Jahre, wobei sich die Dart Haie sowohl 2017 als auch 2018 als Sieger des Bundesliga-Finales hervorgetan hatten.

Dart Hai El Abbas El Amri lag zwar 1:0 beziehungsweise 2:1 vorn, bevor Kevin Münch mit 3:2 erstmalig in Führung gehen und die Begegnung schlussendlich mit 4:3 für sich entscheiden konnte. Der Knackpunkt der Begegnung resultierte aus der Situation, als El Abbas El Amri seine 13 Darts auf der Hand nicht zur 3:1 Führung zu nutzen verstand, sondern in diesem Durchgang noch Kevin Münch mit 21 Darts zum 2:2 passieren lassen musste.

Martin Rümpker at his best

Das Parallel-Einzel zwischen Hai Nico Kurz und Martin Rümpker dominierte der New Demolition-Man, der seine 2:0 Führung über 3:1 bis zum 4:2 souverän zu verteidigen verstand. Martin Rümpker benötigte 16, 17, 17 und 16 Darts, Nico Kurz zweimal 16. Der Gesamtstand von 2:0 für die Demos war ein Einstand nach Maß. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Martin Rümpker/Kevin Münch setzten sich im ersten Doppel mit 3:0 gegen Stephan Wusch/Mario Curschmann durch, während El Abbas El Amri/Nico Kurz das Duo Maik Langendorf/Christian Soethe mit 3:1 in Schach halten konnten, wobei Christian Soethe ohne Frage, zweifellos, eindeutig Maik Langendorfs ärgster Gegner war, will sagen, der Nationalspieler total von der Rolle.

Demolition Darts demoliert Dart Haie

So entstand für Maik Langendorf in den beiden abschließenden Soli eine Doppelpack-Verantwortung. Die Aufgabe löste er mit Bravour, obwohl Stephan Wusch ihm das Leben, so gut er konnte, schwer machte. Nach 180 hatte Maik Langendorf 14 Darts auf der Hand, aus denen 17 zum 1:0 wurden. Stefan Wusch konterte mit 19 Darts zum Ausgleich. Nochmals 180 von Maik Langendorf und 13 Darts zur 2:1 Führung.

Stephan Wusch konterte mit einem 120er Finish und 15 Darts zum Einstand. Mit einem 101er Finish über Bull erkämpfte sich Maik Langendorf zum dritten Mal die Führung. Im sechsten Leg warf Maik Langendorf wiederum ein 180er, benötigte zwar fünf Matchdarts, aber was macht das, wenn daraus der Meistertitel mit der Road to Las Vegas zum 35. Worldcup der NDA entspringt. Die Partie zwischen Christian Soethe und Mario Curschmann verlor ihre Bedeutung beim Stand von 2:2.  

Alle Ergebnisse
 

Endstand

1. Demolition Darts Pderborn
2. Dart Haie - "Das Original" Nidderau
3. EVO Neckarbomber Stuttgart
3. Mac Leods Dettelbach
5. Neudorfer DC Duisburg
5. Black Pub Kemnath
7. Datterode All Stars
7. Camel Fighter Hagen
9. 1. DC Doberman Kassel
9. Team Dinslaken

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